ARBEITSFELDER.

Da exzellente berufliche Bildung nicht nur an einem Punkt ansetzen kann, gliedert sich Bildungsbrücken OWL in mehrere Teilprojekte auf.
So kann die gemeinsame Vision des Projekts vielseitig verwirklicht werden.

Teilprojekt 1

Im Mittelpunkt unseres Vorhabens steht die Verzahnung der beruflichen und akademischen Bildung. Um einen Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen, werden bestehende Strukturen für neue Gruppen von Nutzenden erschlossen und neue, kooperative Formate umgesetzt. So werden Lehrveranstaltungen, Weiterbildungsangebote, Vernetzungsmöglichkeiten und außercurriculare Aktivitäten gefördert, von denen Lehrende und Lernende beider Systeme profitieren. Das Ziel ist, realitätsnahe Bildung in einer sich ständig verändernden (Arbeits-)Welt anzubieten. Dazu wird auch der Betrieb als Lernort verstärkt in Bildungsprozesse einbezogen. Im Austausch geteilter Erfahrungen sollen gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung zwischen den Bildungsinstitutionen und den darin agierenden Menschen gefördert werden.

Im Teilprojekt 1 sind sowohl Lerngelegenheiten wie die Cyberphysische Fabrik und Studienmodule als auch Austauschformate wie die Brückendialoge und Bridge Days angesiedelt. Die Angebote können ausbildungsbegleitenden oder außercurricularen Charakter haben.

Bisher realisierte Formate und Orte zum gegenseitigen Austausch:

> Brückendialoge – Austauschformat zwischen beruflich und akademisch Lehrenden
> Bridge Days – Das Innovationsevent für Auszubildende
> OWL Racing Team – Studis und Azubis nehmen an der „Formula Student“ teil
> Bau eines Tiny-Houses in mehreren gemeinsamen Etappen
> Industrie 4.0 in Ausbildung, Lehre und Beruf – Führungen in regionalen Unternehmen
> Selbstorganisiertes Lernen – Ausbau von Lernkompetzenuen in der Ausbildung
> Fischertechnik Lernfabrik – Industrie 4.0 im Miniaturformat
> Coaching-Wahlpflichtfach im Master-Studiengang „Applied Entrepreneurship”
> Cyberphysische Fabrik auf dem Innovation Campus Lemgo
> Landesgartenschau – Höxter 2023

Teilprojekt 2

Individuelle Bildungswege sind oft mit vielen Ansprechpersonen, unklaren Zuständigkeiten und Anrechnungsverlusten verbunden. Das Teilprojekt 2 institutionalisiert eine Flexibilität zwischen den Bildungsanbietern, die für weniger gradlinige oder schnellere Bildungskarrieren von Nöten ist. So sollen die Angebote des hiesigen Bildungssektors für alle Lernenden erschließbar werden. Die zu diesem Zweck entwickelten Programme fokussieren sich insbesondere auf berufsfeldübergreifende Bildungsschnittmengen und Soft Skills, die fachunabhängig in der modernen Arbeitswelt gefordert werden. Angestrebt werden langfristig zu verstetigende Bildungsmodelle, die unbewegliche Systemgrenzen in durchlässige Membrane verwandeln. Ein Großteil dieses Teilprojektes befindet sich derzeit in der Konzeptionierungsphase.

Bestehende Flexibilisierungsoptionen:

> Juniorstudium

Teilprojekt 3

Der in Deutschland verbreitete Bildungsansatz zwischen Theorie und Praxis sollte auch einen weitreichenden Austausch zu vielen Akteuren im europäischen Binnenraum und darüber hinaus mit sich bringen. Allerdings mangelt es gerade im ländlichen Raum häufig an jenem aufgeschlossenen Mindset, das das gemeinsame Fundament für internationale Kooperationen bildet. Zum einen widmet sich das Teilprojekt 3 daher der Inklusion von Lernenden, die aus dem Ausland zu Gast oder zugewandert sind. Diese wird unter anderem durch eine Ausweitung der muttersprachlich verfügbaren Lern- und Informationsmaterial gefördert. Auch die historisch gewachsenen Faktoren einer erfolgreichen Aus- und Weiterbildung migrierter Auszubildender in der Region werden hierzu ermittelt und einbezogen. Zum anderen wird bei Lernenden und Lehrenden eine interkulturelle Denkweise gestärkt, die dazu anregen soll, bestehende Netzwerke und Angebote stärker zu nutzen und internationale Beziehungen in den Fokusbranchen in die Lehre zu integrieren. 

Die Materialien werden über die Digitale Bildungsbrücke zur Verfügung gestellt.

Teilprojekt 4

Gemeinsame Lehr- und Lernformate decken Synergien von praktischen und theoretischen Kompetenzen auf, die für die Entwicklung von Prototypen innovativer Ideen einladen. Diese können schnell zur Basis einer realen Geschäftsgründung werden. Die Verbundpartner hinter Bildungsbrücken OWL bieten ein sicheres Gründungsumfeld, in dem Auszubildende und Studierende risikoarm und angeleitet die ersten Schritte der Selbstständigkeit gehen können. Auch die Themenfelder Intrapreneurship und Unternehmensnachfolge bereichern die Zukunftsaussichten der Unternehmen, ihres Fachkräfte-Nachwuchses und der Region, indem problemlösungsorientiertes Denken in echte Innovationskraft übersetzt wird. Die Vernetzung mit der florierenden Gründerszene in OWL unterstützt die Vermittlung dieses positiven Gründergeists.

Angebote der Gründungsunterstützung:

> Vom Innovieren und Gründen – Erfolgreiche Gründer:innen im Gespräch
> Gemeinsame Lehrveranstaltung – Versicherungskaufleute & Master-Studierende

Teilprojekt 5

Das Team um Teilprojekt 5 stellt sicher, dass die Angebote der Bildungsbrücken und unserer Partner öffentlichkeitswirksam kommuniziert werden und nachhaltig abrufbar bleiben. Dazu nutzen wir unsere eigenen
Kommunikationswege und die der Verbundpartner, bemühen uns aber auch, die Bildungsbrücken auf anderen medialen Kanälen einzubringen. Neben der medialen Aufbereitung der Formate steht die Implementierung und Pflege der Digitalen Bildungsbrücke im Vordergrund, die sämtliche erarbeiteten Inhalte auch über die Projektlaufzeit hinaus zur Verfügung stellen und die Beteiligten des hiesigen Bildungssystems auch virtuell vernetzen soll. Sie befindet sich derzeit im Aufbau.

Medien und Materialien:

> Im Fokus der beruflichen Bildung – Podcastfolge zu den Bridge Days
> Im Fokus der beruflichen Bildung – Podcastfolge zu selbstorganisiertem Lernen (SOL)
> Montagsreihe des Instituts für Wissenschaftsdialog
> PDF: Project Guide Bildungsbrücken OWL
> PDF: Pressespiegel 2021

Teilprojekt 6

Die gute wissenschaftliche Praxis innerhalb des Projekts wird von Teilprojekt 6 sichergestellt. Die bildungswissenschaftliche Begleitung evaluiert die Qualität der geschaffenen Angebote und zeigt Potenziale für den Transfer in andere Regionen, Branchen und Bildungssysteme auf. Hierbei hilft uns auch ihre Meinung! Durch die Teilnahme an Online-Befragungen und Evaluationen z.B. nach Veranstaltungen bereichern Sie die fortwährende Weiterentwicklung aller Teilprojekte.

Erhebungen, Publikationen und Transferansätze:

> Besuch der Partnerregion Kronach

GEFÖRDERT VOM
Gefördert als InnoVET-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
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